Charles Spindler: die Seele des Elsass in Intarsien
Charles Spindler war nicht nur ein Künstler: Er war ein leidenschaftlicher Zeuge seines elsässischen Heimatlandes.

Geboren 1865 in Boersch, im Herzen der Region, wuchs er in einem zwischen Frankreich und Deutschland hin- und hergerissenen Elsass auf. Angesichts des allmählichen Verschwindens der Traditionen entschied er sich, die elsässische Identität durch die Kunst zu bewahren.
Als Maler, Schriftsteller und vor allem Meister der Intarsienkunst hielt Spindler das Alltagsleben, Feste, Trachten und elsässische Landschaften mit seltener Sensibilität fest. Seine Werke, ob auf Leinwand oder als Intarsienarbeit, erzählen von einem lebendigen, authentischen und tief in seiner Kultur verwurzelten Elsass.
In Saint-Léonard gründete er eine Intarsienwerkstatt, die zu einem Wahrzeichen wurde. Dort verwandelte er Holz in sorgfältig zusammengesetzte Bilder, eine wahre handwerkliche Hommage an seine Region. Noch heute werden diese Werke in mehreren Museen im Département Bas-Rhin ausgestellt und sind fester Bestandteil des elsässischen Kulturerbes.
1893 gründete Charles Spindler die Revue Alsacienne Illustrée, eine ambitionierte Publikation, die Künstler, Schriftsteller und Denker versammelte, um die lokale Kultur zu feiern. Über zwanzig Jahre lang wurde diese Zeitschrift zum wahren Nervenzentrum des elsässischen Kunst- und Geisteslebens.
Charles Spindler verkörpert die elsässische Volkskunst ganz allein. Sein Erbe lebt weiter in Museen, Werkstätten und den Seiten seiner Zeitschrift. Seine Welt zu entdecken bedeutet, in ein aufrichtiges, farbenfrohes und lebendiges Elsass einzutauchen.
Ein Tipp: Machen Sie sich auf, ihn kennenzulernen... mit einem guten Kougelhopf und neugierigem Geist.










